Die Rhetorik der Rechten

Die Rhetorik der Rechten: Texte und Publikationen

Texte und Publikationen, die von Omas gegen Rechts empfohlen werden.


Zerstörungslust, Elemente des demokratischen Faschismus

Carolin Amlinger, Oliver Nachtwey, Surkamp

Demokratischer Faschismus, Zerstörungslust

Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey: Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus. Suhrkamp, Berlin 2025. 453 S.

In der Basler Zeitung ist am 12. Oktober 2025 ein sehr lesenswerter Artikel zu diesem Thema erschienen: «Die rechte Zerstörungs­lust erfasst auch Teile der bürgerlichen Gesellschaft» Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey sehen eine Gefahr heraufziehen, die grösser sei als der Rechts­populismus. Dabei stützt sich das Autorenpaar auch auf eigene Erhebungen, von Andreas Tobler und Sandro Benini.

Ebenfalls am 12. Oktober 2025 in der Basler Zeitung:
Konferenz zum globalen Backlash – Lustgewinn und Angst ermöglichten den Aufstieg von Donald Trump, von Andreas Tobler

Forum Faschistische Fantasien: Klaus Theweleit mit den Konferenzorganisatoren Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey bei der Abendveranstaltung zu «Faschistischen Fantasien».


Politisch korrekt

Mit Politikern einer anderen Partei gut auskommen, das bedeutet: gelebte Demokratie. Oder Vetternwirtschaft. Ein Balanceakt.

Von Anna Rosenwasser, 16.9.2025

Politisch korrekt
Screenshot online Magazin Republik

Der vollstandige Artikel kann auf der Website des online Magazins «Republik» gelesen werden: Link zur Website (oder auf den Screenshot oben klicken)


CORRECTIV: Teilnehmer an Potsdam-Treffen versichert: „Remigration“ von Staatsbürgern wurde geplant

Erstmals bestätigt ein Teilnehmer des Potsdamer Treffens vor dem Notar: Die Zusammenkunft war geheim – und dort wurde ein „Masterplan“ besprochen, in dessen Verlauf die „Remigration“ auch für „nicht-assimlierte Staatsbürger“ vorgeschlagen wurde. Für den Teilnehmer war dies ein Tarnbegriff für Vertreibung und sogar „ethnische Säuberung“.

https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2025/09/10/geheimplan-potsdam-remigration-staatsbuerger-teilnehmer-erik-ahrens/
CORRECTIV vom 10. September 2025
Screenshot CORRECTIV

Buchempfehlung: Neuer Roman von Martina Clavadetscher

«Die Schrecken der anderen» von Martina Clavadetscher
Unter der Oberfläche köchelt die Nazi-Ideologie

Die Schweizer Autorin Martina Clavadetscher mischt in ihrem neuen Roman «Die Schrecken der anderen» historische Fakten mit Fiktion und warnt vor der Gefahr des Vergessens.

Unter der Oberfläche köchelt die Nazi-Ideologie
Screenshot srf.ch/kultur

Eine Leseprobe des Romans auf google.ch/books/

SRF/News Beitrag

Buch kaufen bei Orellfüssli: ISBN 978-3-406-83698-5


POPULISMUS & EXTREMISMUS

Populismus und Extremismus

Wie die Populisten und Extremisten arbeiten – und warum Menschen darauf hereinfallen

Populistische Rhetorik ist heutzutage allgegenwärtig – von Trump bis zu Parteien in Europa. Doch wie geht man mit den emotional geladenen und oft manipulativen Argumenten um? In diesem Artikel erfährst du, wie du populistische Taktiken erkennst, wie du gezielt dagegen argumentieren kannst und warum Fakten die beste Waffe gegen Desinformation sind. Lerne, wie du sachlich bleibst und mit klaren Argumenten den Dialog führst, auch wenn dein Gegenüber auf populistische Narrative setzt.

Hast du dich auch schon einmal gefragt, warum populistische Rhetorik so viele Menschen anzieht – und wie du dich davor schützen kannst?

Antworten, Strategien und ein Leitfaden zum Umgang mit Populismus und Extremismus auf der Website «Mimikama»


Der Erfinder der «Konservativen Revolution»

Nach dem Zweiten Weltkrieg ist der Faschismus diskreditiert. Dann legt ein Schweizer die Basis für die Modernisierung rechtsextremer Ideologie: Armin Mohler beeinflusst bis heute die Neue Rechte – von den Identitären bis zur AfD.

Von Cenk Akdoğanbulut, 06.10.2021

Der Autor Cenk Akdoğanbulut ist Doktorand und Assistent am Departement der Zeit­geschichte der Universität Freiburg. Er forscht zu den Themen Neue Rechte, Migration und Rassismus und schreibt eine Dissertation über Armin Mohler.

Dieser Artikel ist auf «Republik.ch» zu lesen.


Marco Maurer
Ein Land ohne Brandmauer

Ich höre seit Jahren einen Satz, von liberaler Seite, von links, aus der Mitte, von rechts, im Büro oder von Bekannten. Er lautet: «Die SVP und die AfD sind nicht vergleichbar.» Es reicht.

«Die SVP und die AfD sind nicht vergleichbar.»

Dieser Satz ist wie eingemeisselt in das Bergmassiv der Schweiz; Menschen – egal ob sie sich der liberalen, der linken oder der rechten Seite zuordnen – haben ihn mir schon gesagt. Menschen auf Partys, Menschen, die wichtige Positionen in der Schweizer Gesellschaft innehaben. Meine Nachbarn oder der Mann, der in meiner Zürcher Wohnung die Heizung reparierte. Sogar Schweizer Freundinnen und Freunde sagten ihn.

Doch stimmt dieser Satz denn?

Ein kleiner Test: Welche Partei, die SVP oder die AfD, hat mindestens einen Menschen in ihren Reihen, den man, von Gerichts wegen, entweder als «Rechtsextremen» oder «Faschisten» bezeichnen darf?

Apropos Menschen: Welche Partei entmenschlicht in ihren Reden oder auf ihren Wahlplakaten?

Apropos Wahlwerbung: Welche Partei liess sich von einer Kommunikationsagentur im Kanton Zürich unterstützen, die es für eine gute Idee hält, auf ihren Plakaten Menschen als schwarze Schafe oder Ratten zu charakterisieren?

Apropos Unterstützung: Welche Partei-Jugendorganisation solidarisiert sich mit einem Rechtsextremen und nimmt an Vernetzungstreffen europäischer Rechtsextremer teil?
Apropos Rechtsextreme: In welcher Partei arbeiten oder arbeiteten Identitäre bei hochrangigen Parteivertretern?

Und, apropos Führung, in welcher Partei verharmlosen ehemalige oder aktuelle Parteivorsitzende rechtsextreme Begriffe?

Sie ahnen es: All diese Beschreibungen treffen auf die AfD zu – und genauso auf die SVP.

Eigentlich könnte ich hier schon den Text beenden und sagen: «Mic drop.»

Aber natürlich löse ich – journalistische Pflicht – gerne die Fragen einzeln auf.

Den vollständigen Artikel kann in der nachfolgenden PDF-Datei gelesen werden:

Artikel vom 21. 2025, publiziert im digitalen Magazin «Rebublik»


Franziska Schutzbach
Die Rhetorik der Rechten, Rechtspopulistische Diskursstrategien im Überblick

Texte: Die Rhetorik der Rechten

Das Buch wird auf der Website von Franziska Schutzbach folgendermassen beschrieben:

Rechte Weltanschauungen haben Aufschwung. Das hat verschiedene Gründe. Einer ist, dass eine spezifische rechtspopulistische Rhetorik rechte bis rechtsextreme Weltanschauungen wieder gesellschaftsfähig gemacht hat. Diese Rhetorik baut unter anderem darauf, die Grenzen zwischen Konservatismus und rechtsnationalistischen Positionen zu verwischen und extreme Positionen unkenntlich zu machen. Dadurch werden diese mit der bürgerlichen Mitte kompatibel. Teile dieser Mitte haben sich radikalisiert, ohne dass es «rechts» wirkte. 

Der Aufschwung rechter Positionen ist also nicht nur ein Phänomen an den extremen Rändern der Gesellschaft. Er findet auch in der gesellschaftlichen Mitte statt. Und zwar aufgrund von gezielten Kommunikationsstrategien, die rechte und rechtsextreme Positionen als vernünftige Meinung inszenieren, als Ausdruck des sogenannt gesunden Menschenverstands. 

Ein zentrales Element rechter Rhetorik ist zum Beispiel der Antifeminismus. Rechtspopulisten treten als Freiheitskämpfer auf, die Frauen von angeblichen feministischen Zwängen befreien, und dabei auch Gleichstellung und demokratische Institutionen infrage stellen. Sie machen das Angebot, alles beim Alten zu belassen, und wehren Veränderungen ab. 

Franziska Schutzbach zeigt, wie Rechtspopulismus rhetorisch vorgeht, welche stilistischen, inhaltlichen und nicht zuletzt manipulativen Mittel benutzt werden. Basierend auf aktueller Forschung gibt das kleine Handbuch anhand zahlreicher Beispiele einen genauen, aber verständlichen Einblick in rechtspopulistische Diskursstrategien und bietet damit auch ein Instrument, sich gegen diese zur Wehr zu setzen.

Im Buch geht es nicht zuletzt auch um die Frage, was wir gegen rechtspopulistische Rhetorik tun können: Welche Gegenstrategien gibt es?

Das Buch «Die Rhetorik der Rechten» ist 2018 erschienen und leider vergriffen. Franziska Schutzbach stellt es auf ihrer Website freundlicherweise gratis als PDF-Download zur Verfügung.

Franziska Schutzbach wünscht sich für den Download eine Spende an an den «Verein Feministische Wissenschaft Schweiz». Sie arbeitet für diesen unabhängigen Verein, der sich für die Förderung und Sichtbarmachung feministischer Forschung einsetzt. Der Verein ist, wie alle unabhängigen feministischen Organisationen, stets prekär und auf Unterstützung angewiesen.

Spende feministische Forschung Twint