In St. Gallen wehren sich Omas gegen braunes Gedankengut
Bezahlartikel in der BZ und dem St, Galler Tagblatt vom 6. März 2026
Gegen faschistische Tendenzen, gegen Rassismus und für die Rechte der Frauen: In der Ostschweiz gibt es einen Ableger der internationalen Bewegung «Omas gegen Rechts». Dabei ist gar nicht so einfach zu definieren, was dieses «Rechts» eigentlich ist.
Der Bezahlartikel von René Rödiger über die OMAS GEGEN RECHTS in St. Gallen ist auf der BZ und beim St. Galler Tagblatt zu lesen.
Die Gründerin der zivilgesellschaftlichen politischen Plattform OMAS GEGEN RECHTS (2017), Monika Salzer, gibt bekannt, dass sich nun zum Jahresbeginn Gruppen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz europaweit zusammengeschlossen haben, um gemeinsam gegen den Rechtsextremismus ihre Stimme erheben zu können.
Angesichts der drohenden Entwicklungen rund um den erstarkenden Rechtsextremismus und Nationalismus in Europa haben sich Frauen im Grosselternalter, sogenannte OMAS, ab dem Jahr 2017 getroffen, um sich den Entwicklungen und gewissen Parteien entgegen zu stellen, die das «SYSTEM» – die Demokratien – bekämpfen und den Wohlfahrtsstaat in einem liberalen Europa gefährden wollen.
Die OMAS GEGEN RECHTS EUROPA fühlen sich vereinbarten politischen Grundlagen verpflichtet, die auf der Gründungshomepage in Österreich mit einem gemeinsamen LOGO fest verankert sind.
Seit der ursprünglichen Gründung in Österreich haben sich die OMAS GEGEN RECHTS zu einer internationalen «Grassroot»-Bewegung entwickelt. Deshalb sehen es die Proponentinnen als wichtig an, das gemeinsame Fundament zu stärken. Auch in Südtirol und in Polen gibt es ähnliche Initiativen, von Portugal und den Niederlanden gibt es Interesse.
Dass in «kleinen Anfragen» (u.a. an den Deutschen Bundestag) versucht wurde, mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen, auch den OMAS GEGEN RECHTS, parteipolitische Parteinahme und finanzielle Bereicherung zu unterstellen, gilt als Alarmsignal. Denn gerade der Angriff auf die Zivilgesellschaft ist ein beliebtes Mittel, autoritäre Strukturen einzuführen und das gesellschaftliche Engagement tausender Freiwilliger in Misskredit zu bringen.
Wir halten nach wie vor fest, dass unsere Gruppen nicht staatlich finanziert sind, und wir uns in einer Äquidistanz zu demokratischen Parteien verstehen. Wenn diese selbst die Demokratie und Verfassungen in Frage stellen, werden wir dagegen vehement protestieren.
Der gemeinnützige Verein Stolpersteine Schweiz engagiert sich für das Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus, die zumindest einen Teil ihres Lebens in der Schweiz verbrachten, von den Schweizer Behörden nicht oder unzureichend geschützt oder gar an Nazideutschland ausgeliefert wurden.
Der Verein Stolpersteine Schweiz hat Stolpersteine in Basel, Zürich, Bern, St. Gallen, Winterthur, Biel und im Tessin gesetzt. Weitere Stolpersteine sind geplant.
Walk for Freedom: Omas gegen Rechts der Regiogruppe Zürich beteiligten sich am 18. Oktober 2025 am Tag des globalen Bewusstseins und an der lokalen Aktion gegen Menschenhandel (Dresscode schwarze Kleidung darum keine OMA-Westen). Sie freuten sich über die vielen guten Gespräche auf dem Helvetiaplatz in Zürich.
24. Lauf gegen Rassismus in Zürich mit OMAS der Regiogruppe Zürich
Vier OMAS der Regionalgruppe Zürich haben am 21. September 2025 am Lauf gegen Rassismus in Zürich mitgemacht. Sie waren zwar nicht bei den Schnellsten, haben aber sehr viel Aufmerksamkeit, Applaus und Zustimmung erhalten.
Klein und fein, drei Basler OMAS zum ersten Mal in der Öffentlichkeit!
Aller guten «Dinge» sind drei: zu Dritt haben wir Basler Omas uns am 13. September 2025 zum ersten Mal in der Öffentlichkeit gezeigt und sind Menschen aller Art begegnet.